Steht auf und verändert Dinge, die Euch unzufrieden machen

Happy Works will mehr Arbeitszufriedenheit in die Welt bringen. Jeder kann etwas verändern, lautet die Prämisse. Wir haben uns mit Lisa Szeponik und Vera Frieg, zwei der vier Gründerinnen, getroffen und darüber gesprochen, wie sie Menschen dabei unterstützen zufriedener zu arbeiten.

18.08.2015 • Maria Gerono

Am Anfang war das Stehpult. Lea und Lisa wollten ein Arbeitsmöbel entwickeln, das mehr Dynamik in den Büroalltag bringt. „Der Mensch ist dafür gebaut, dass er 10.000 Schritte am Tag läuft und wenn ich den ganzen Tag an meinem Laptop sitze, dann schaff ich das nicht“ erklärt Lisa. „Das heißt, ich muss da irgendwie Bewegung rein kriegen.“ Also machten sich die beiden Gründerinnen daran ein Stehpult zu entwickeln. „Dieses Aufstehen bringt ganz andere Gedankenprozesse in Gang. Ich kann bestimmte Sachen im stehen viel besser machen als im sitzen. Manche Menschen sind dann zum Beispiel kreativer. Dieses Aufstehen an sich ist ja eine bewusste Entscheidung und die symbolisiert für uns ganz gut‚ Dinge selber in die Hand zu nehmen, die man verändern möchte’“.

Vom Stehpult zum ganzheitlichen Ansatz

„Aus dem ursprünglichen Gedanken, etwas zu schaffen, das Rückenschmerzen vom vielen Sitzen lindert, wurde ganz schnell etwas viel Größeres“ erzählt Mitgründerin Vera. „Uns kam die Idee, das Ganze noch auf eine andere Ebene zu heben und weitere Produkte anzubieten, die das ergänzen. Vielleicht irgendwann noch andere handfeste Produkte, aber eben auch Beratung, Training, Coaching. Weil diejenigen, die sich über das viele Sitzen beschweren, meistens auch Menschen sind, die noch weitere Baustellen in ihrem Berufsleben identifizieren. Was wir gerne wollten, war eine ganzheitliche Herangehensweise.“ Seit einem guten halben Jahr an bietet Happy Works inzwischen Beratung und Coaching zum Thema Arbeitszufriedenheit.

Mit Work Crafting eigene Bedürfnisse erkennen

Im Mittelpunkt ihres Trainings, die sie auch für Teams und Organisationen anbieten, steht das Thema Work Crafting, also die Frage ‚Wie kann ich mein jetziges Arbeitsumfeld so gestalten, dass ich zufriedener arbeiten kann?’ „Es wird unterschätzt, wie viel jeder beeinflussen kann“ erklärt Lisa. „Ein Unternehmen besteht aus vielen Menschen. Und wenn diese Menschen bewusster ihren Arbeitsalltag gestalten und bewusster miteinander darüber sprechen, was sie eigentlich wollen, kommt da schon was ins Rollen. Dazu gehört Mut und man muss sich bewusst machen, ‚Was will ich eigentlich? Was nicht?’ Ohne, dass ich das weiß, kann ich das nicht kommunizieren.“ Vera ergänzt „Eine der Prämissen, mit der wir alle in Happy Works gestartet sind, ist „live what you preach“. Wir wollen nicht tolle Methoden und vielversprechende Dinge entwickeln, die fern von jeder Realität sind.“ In ihren Coachingangeboten geht es deswegen nicht um Selbstfindung. Happy Works arbeitet da, „wo das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist“, wie Vera es nennt, und die Kündigung praktisch schon beschlossene Sache ist. Sie wollen mit Ihren Kunden an Möglichkeiten zur Veränderung in deren aktuellem Job arbeiten und die bestehende Situation verbessern. „Viele Leute mögen ihren Job ja auch“, meint Vera, „ aber es gibt Punkte, mit denen sie unzufrieden sind. Da gibt es meist so viel Potenzial, das die Leute noch nicht ausgeschöpft haben. Da kann man relativ leicht Dinge verändern, ohne eine Erlaubnis beantragen zu müssen oder große Programme.“

Selbstmanagement für eine ausgeglichene Work-Life-Balance

In welchen Bereichen jeder Einzelne Veränderungsbedarf sieht, und wie groß sein Handlungsspielraum ist, ist natürlich individuell verschieden. Vera meint: „Man kann überhaupt nicht pauschalisieren, was den einzelnen glücklich macht. Gerade im Startup Bereich sind einige Firmen direkt von den vertrockneten Topfpflanze in der Ecke und dem Velourteppich zur Google Spielelandschaft übergegangen und diktieren auf einmal etwas ganz anderes, was der Hälfte der Belegschaft vielleicht auch nicht immer gut tut. Davon wollen wir uns abgrenzen.“ Der individuelle Handlungsspielraum kann auch ganz einfach darin liegen, seine Zeit anders einzuteilen. Damit wird das Thema Selbstmanagement immer wichtiger. Lisa erläutert: “Durch flexible Arbeitsmodelle und Digitalisierung müssen wir beispielsweise lernen, die Übergänge zwischen Beruflichem und Privaten zu strukturieren. Wenn ich mir eine freie Zeit in den Kalender schreibe, muss ich auch streng mit mir selbst sein und das dann so machen. Das erfordert innere Entspanntheit und Management.“

Vielen Dank Lisa und Vera!

Happy Works, das sind Lisa Szeponik, Vera Frieg, Barbara Hoyer und Lea Grosse Vorholt (v.l.n.r.)

www.happy-works.de  

Bildnachweise: Happy Works und Gratisography (Ryan McGuire)

 

Kategorie: Allgemein

Schlagworte: Mit Perspektive